Der Gärkeller

Aus Würze wird Jungbier

Auf dem Weg in den Keller wird die gekühlte Würze mit Hefe versetzt und mit steriler Luft belüftet (um die Hefevermehrung zu gewährleisten). Die Hefegabemenge beträgt ca. 0,5 -1,0 Liter Hefe pro hundert Liter kalte Würze- dies entspricht ca. 15 Millionen einzelne Hefezellen pro Milliliter Würze! Während der Gärung werden die vergärbaren Zucker der Würze in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Dadurch entsteht Wärme, der durch Kühlung der Gärbottiche entgegengewirkt wird. Der Brauer spricht jetzt von Jungbier.

Obergärig oder Untergärig

Die Gärdauer bei den untergärigen Bieren beträgt 8 bis 12 Tage, bei den obergärigen Bieren 4 bis 6 Tage. Während der letzten 2 Gärtage wird das Jungbier langsam auf ca. 3°C abgekühlt. Der Zucker ist dann nahezu komplett vergoren und die Abkühlung fördert eine Ausscheidung der Hefe. Der Brauer unterscheidet bei der Gärung, bei der Hefe und beim Bier zwischen untergärig und obergärig. Ganz generell kann man sagen, dass am Ende der Gärung die untergärige Hefe sich am Bottichboden absetzt und die obergärige Hefe zur Jungbieroberfläche steigt. Bei der klassischen Herstellungsweise wird untergäriges Bier kalt (bis 10°C) und obergäriges Bier warm (16° bis 25°C) vergoren.

Offene Gärung – Das ist die Schönramer Philospohie 

Es ist ein Grundstein unserer Philosophie, dass wir die Gärung in offenen Bottichen durchführen. Damit haben wir die Möglichkeit, die verschiedenen Gärstadien optisch zu verfolgen und zu kontrollieren. Die Gäroberfläche, die sog. Gärdecke, wird von einem Brauer täglich abgehoben. Das Abheben bedeutet, dass schwerlösliche Hopfenharze und Eiweißstoffe, die durch Wärme und Kohlensäure an die Oberfläche getrieben werden, mit einem großen Löffel abgeschöpft werden. So wird verhindert, dass das Bier eine hantige, kratzige Note bekommt. Dank dem Abheben wird das Bier harmonischer und runder und es regt zum Weitertrinken an.

Der Lagerkeller

Zeit! Die wichtigste Zutat des Bieres!

Wie lange reift das Schönramer Bier?

Nach Abschluss der Gärung wird das Jungbier in den Lagerkeller gepumpt und auf dem Weg dorthin mit 8 bis 10% „Kräusenbier“ verschnitten. Kräusenbier ist eine Bezeichnung für das Bier in den ersten 18 bis 36 Stunden der Gärung. In dieser Zeit ist die Hefe besonders vital und aktiv und das Bier ist mit einer tiefen, schaumigen Schicht, die „Kräusen“ genannt wird, überzogen.

Durch die Kräusenbiergabe erfährt das fertig vergorenene Bier eine Nachgärung im Lagertank. Da die Tanks geschlossen sind, kann sich die dabei entstehende Kohlensäure im Bier auf natürliche Weise lösen und binden. Kohlensäure verleiht dem Bier seine Rezenz, oder Spritzigkeit. Im Laufe der Lagerung, auch Reifung genannt, klärt sich das Bier allmählich, und der Geschmack entwickelt sich weiter.

Wir geben unseren Bieren ausreichend Zeit zum Reifen. Das Schönramer Hell lagert mindestens 42 Tage in unseren Lagertanks. Das Imperial Stout hingegen benötigt ca. 6 Monate, um die optimale Reifung zu erreichen. Untergärige Biere lagern wir bei einer Temperaturen von 3 bis zu – 1°C.

Wie kann ich mehr über das Bierbrauen in Schönram erfahren?

Du möchtest mehr über unsere traditionelle, handwerkliche Braukunst erfahren? Dann mache doch eine Brauereiführung bei uns in Schönram. Unsere Guides führen dich fünfmal pro Woche durch unsere produzierenden Betrieb. Wir bieten zudem Führungen für Einzelpersonen und Gruppen, sowie eine Vielzahl an Spezialführungen und Bierverkostungen, welche auch für Unternehmen und Vereine interssant sind, an. 

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